Gegen acht Uhr suchen wir einen Shuttle – Bus auf, der uns ins Hostel bringt. Hannes, der Manager des „The Brown Kiwi“ staunt nicht schlecht als er uns zu so früher Stunde in der Tür stehen sieht. Natürlich ist unser Zimmer noch nicht frei, ist uns aber egal. Inzwischen ist die Sonne heraus gekommen, wir haben unser gesamtes Gepäck wieder und der erste leckere Kaffee ist auch schon in mir drin.
Es ist noch keine zehn, da ist unser Zimmer auch schon für uns frei – Hannes hat extra für uns alles fertig gemacht! Ich freue mich darüber. Nun schleppen wir die Sachen hoch, hauen uns ins Bett und hoffen noch auf ein wenig Schlaf.
Daraus wird leider nicht wirklich etwas, denn es ist heute doch sehr unruhig im Haus. Naja, dafür können wir dann wohl heute Nacht besser schlafen… So stehe ich wieder auf und begebe mich auf den begrünten Hinterhof. Irgendwie bin ich noch gar nicht wirklich hier sondern noch über den Wolken oder so… Bald erscheint auch Nicole und wir planen, was wir für die nächsten Tage noch einkaufen müssen. Und für heute. Denn heute ist hier ein Barbecue geplant. Und jeder, der mitmachen möchte, sollte ein wenig Salat oder so für die Anderen mitbringen. Grillen ist toll und wir wollen auch. So machen wir uns auf den Weg, kaufen ein. Der Supermarkt ist gar nicht weit weg vom Hostel, nur – es geht hin ziemlich bergrunter. Und zurück natürlich dementsprechend ziemlich sehr steil bergauf… Ich hasse das!!! Aber es hilft alles nichts. Erst bergrunter dann bergrauf, den Rucksack voll mit unseren Einkäufen, quäle ich mich bis zum Hostel. Die Strecke will ich nie wieder gehen!!!
Bald sitzen wir gemütlich bei den anderen Hostelbewohnern – es gibt sozusagen zwei „Fraktionen“: die der Deutschen und die der Franzosen. Und die halten sich ganz getrennt… Naja, die Völkerverständigung im engsten innereuropäischen Raum lässt einfach noch zu wünschen übrig
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Es wird ein netter Abend, das Bier mundet, der Kahlua auch und ich bin dann doch bald müde. Aber als Hannes in der Nacht noch mit Eis ankommt, kann ich nicht widerstehen, dass muss ich essen! Megalecker HokeyPokey Eis mit Kramelstückchen, ganz sahniges Vanilleeis…. mmmmmhhh….
Aber dann verabschiede ich mich doch, das Bett ruft. Und als Nicole nach kommt, kann ich auch endlich schlafen *g*.
Die nächsten Tage sind gefüllt mit Taschen – organisieren, einkaufen, draußen abhängen und Sushi – Essen. Man merkt langsam, dass der Herbst beginnt, es ist morgens und abends doch merklich kühler. Ich bin schon froh, dass ich bald wieder zurück nach Deutschland fliege – es wird einfach Zeit.
An meinem Geburtstag – vielen Dank für die vielen lieben Mails, die ich bekommen habe! (und natürlich auch die SMS von meinem Schwesterlein!) – gehen wir abends noch ins Kino. Alice im Wunderland in 3D ist angesagt. Ich bin ja mal gespannt.
Das Kino ist relativ voll und der Film beginnt ohne langes Vorgeplänkel. Nun heißt es Brillen aufsetzen. Und ich muss sagen, die Technik hat was. Manches kommt so plastisch hervor, dass ich fast das Gefühl habe, ich könnte es berühren, wenn ich meine Hand ausstrecke. Die Geschichte an sich ist nicht Alice im Wunderland sondern spielt 13 Jahre später. Nun – ich fand den Film insgesamt nicht so toll und hätte ihn nun nicht unbedingt sehen müssen. Aber so kann ich sagen: Ich hab schon mal nen 3D Film gesehen! Und noch dazu in Neuseeland an meinem Geburtstag! Na, wenn das mal nichts ist, mit dem ich angeben kann *lautlach*.
Wir gehen wieder zurück zum Hostel, ich muss mich wieder Anhöhen hinauf quälen und bin sau-froh als ich wieder vor unserem Quartier stehe.
Den nächsten Tag schlendern wir noch ein wenig herum, schauen uns am St. Patrick Day (irischer Nationalfeiertag) im Hafen an den Pubs um, können aber nichts entdecken, dass uns so voll und ganz anspricht und so dackeln wir wieder nach Hause. Natürlich wieder den Hang hoch – oh menno, morgen nehme ich den Bus, schwöre ich mir und Nicole.
Und natürlich gehe ich am darauffolgenden Tag wieder los. Wieder steil bergab, ein wenig bummeln, ganz entspannt, denn Nicole geht irgendwann noch in ein weiter entferntes Geschäft. Ich lasse mir Zeit, gucke hier und da und gehe dann auch irgendwann. Warte auf den Bus. Eine Bushaltestelle sagt die Fahrerin. Ich finde es zwar ein bisschen albern aber ich will nicht wieder die ganze Steigung hinauf müssen. So steige ich ein und die nächste wieder aus. Und sehe, ich habe die halbe Steigung noch vor mir und der Bus hält ein ganzes Stück weiter oben erneut an! Oh, ich fluche vor mich hin, finde die Welt und die Busfahrerinnen ganz besonders schlecht. Aber ich schaffe es, komme in „unserem“ Viertel an, schlendere hier noch ein wenig und begebe mich dann zum Hostel. Hier kommt mir Nicole schon entgegen – sie wollte doch mal nach mir gucken gehen…
Ja, so ist das, wenn man mich allein bummeln gehen lässt – kann schon mal was länger dauern *lach*.
Den Abend verbringen wir gemütlich im Hostel. Und einschlafen kann ich inzwischen auch schon wieder ganz allein
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19. März 2010
Letzte Tage in Auckland
Posted by neusehland under Lilis Neuseeland/Neusehland | Tags: Auckland, Ausflug, gefühlt, liebe Menschen, Stress, Vorfreude |Leave a Comment