Heute ist frühes Aufstehen angesagt. Ich habe mir den Wecker gestellt und so sind wir alle bereits gegen kurz nach acht bereit zur Abreise. Nicole ist von den Blackflies so genervt, dass es fast ein Fluchtverhalten ist, dass wir an den Tag legen. Nadia und Gina gehen es etwas entspannter an und so sind wir vor ihnen am Lake Mirror, der diesmal aufgrund der herrschenden Windstille, tatsächlich ein Spiegelsee ist. Nicole macht einige wunderschöne Aufnahmen und dann geht es weiter nach Te Anau. Hier wird nur kurz gefrühstückt und getankt und dann geht es auch gleich weiter zum nächsten Wanderweg.
Wieder über eine Brücke, durch Wald und niedrig bewachsenes Gebiet zu einem See. Ich gehe nicht mit – keine Lust. Es ist bewölkt als sie losmarschieren und dann bricht auf einmal die Sonne wieder mit voller Kraft durch. Oh, wie gut tut die Wärme, die sicher auch bald wieder bei euch in D sein wird.
Als die Drei zurück kommen gibt es keine große Pause sondern wir brechen gleich wieder auf in Richtung Queenstown. Wir fahren eine wunderschöne abwechslungsreiche Strecke, machen zwischendurch ein, zwei kurze Pausen und sind am frühen Nachmittag in Queenstown. Hier gehen wir getrennte Wege um dann am frühen Abend gemeinsam wieder nach Wanaka aufzubrechen. Wir fahren die Scenic – Route entlang und die Landschaft hier hat etwas bizarr – schönes. Kein Baum, kein Strauch nur buschige Grasbüschel, die sich im Wind bewegen. Alles in hellem Braun und die Straße schlängelt sich zwischen den Hügeln hindurch. Bald können wir den See Wanaka sehen und steuern einen ausgewählten Campingplatz in Zentrum des Ortes an. Bald sind die Zelte aufgebaut und wir machen uns noch mal auf zu einem kurzen Spaziergang und auch, um noch etwas zu essen. Leider hat irgendwie schon alles zu oder ist viel zu teuer. Wie gut, dass wir uns vorhin noch aufteilt haben. So stehen nicht nur die Zelte sondern wir haben auch was leckeres da, was wir uns nun zubereiten.
Während Nicole in der Küche das Essen vorbereitet und Gina sie kräftig unterstützt, krame ich die Kleinigkeiten heraus, die ich für Nicoles Geburtstag habe. Große Geschenke gibt es dieses Jahr mal nicht… Und so stecke ich auf den Geburtstagskuchen zwei Zahlenkerzen, Nadia zündet sie draußen an und wir gehen singend in die Küche… Nicole ist zwar nicht wirklich überrascht aber sie freut sich doch sichtlich und ich freu mich auch!
So wird unser Essen zu einem Geburtstagsessen um Mitternacht. Sehr lecker, sehr entspannt und sehr sättigend! Bald darauf sind wir auf dem Weg in unsere Schlafgemächer. Für Morgen steht noch kein wirklicher Plan – außer das Nicole vielleicht Fallschirmspringen wird… Hoffentlich ist wieder gutes Wetter!